{"id":172,"date":"2011-09-09T20:58:58","date_gmt":"2011-09-09T20:58:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nageebgardizi.com\/website\/?page_id=172"},"modified":"2014-01-25T11:19:38","modified_gmt":"2014-01-25T11:19:38","slug":"mozart-und-die-zweite-wiener-schule","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.nageebgardizi.com\/website\/?page_id=172","title":{"rendered":"Mozart und die Zweite Wiener Schule"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8222;Mozart und die Zweite Wiener Schule&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Die urspr\u00fcngliche Idee zu diesem Programm kam mir aufgrund des 2006 beginnenden &#8222;Mozart- Jahres&#8220;, in welchem sich des Meisters 250ster Geburtstag j\u00e4hrt. Der Gedanke, Mozart und die Zweite Wiener Schule einander musikalisch gegen\u00fcberzustellen, hatte mehrere Ansatzpunkte: Zum Einen erschien es mir interessant, Mozart als kompromi\u00dflosen Experimentator, abseits aller damaligen Konventionen und Erwartungen zu zeigen, um dadurch ein etwas anderes, m\u00f6glicherweise sogar kantigeres Bild des gro\u00dfen Meisters aufzuzeigen. Abseits des zahlreichen, g\u00e4ngigen Klavierrepertoires wurde ich dabei auf Klangst\u00fccke aufmerksam, die im Konzertsaal kaum zu h\u00f6ren sind, jedoch von dem einzigartigen Willen durchdrungen, Neues zu sagen, ohne dem Alten dabei etwas schuldig bleiben zu m\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Letzterer Gedanke brachte mich dann auch zu Sch\u00f6nberg und seinen musikalischen Ansichten. Auch wenn Sch\u00f6nberg selbst, neben Werken seines Sch\u00fclers Anton Webern, mit nur zwei Klavierwerken vertreten sein soll, geht es mir vornehmlich darum, anhand dieser Auswahl, auch den Facettenreichtum innerhalb der eigentlich bis heute verschm\u00e4hten Lehre Sch\u00f6nbergs und seiner Sch\u00fcler in einem g\u00fcnstigeren Licht stehen zu lassen. Durch die Gegen\u00fcberstellung von jeweils einem Werk Mozarts und einem seiner Kollegen und Landsm\u00e4nner, welche ihrerseits durchaus auch ihren Respekt vor alten musikalischen Gattungen zum Ausdruck brachten, soll, anhand dieser Werke, eine Ann\u00e4herung an zwei scheinbar so gegens\u00e4tzliche Epochen vollzogen, und dadurch klangliche Synthesen erzeugt werden; es soll deutlich werden, da\u00df der Kontrast nur ein scheinbarer ist, gen\u00e4hrt durch eine allzu tradierte H\u00f6rgewohnheit, in welcher die zeitlosen Aussagen dieser Klangdichter viel zu selten auf ihre klanglichen Ber\u00fchrungspunkte hin formuliert wurden. Durch die offensichtliche Landsmannschaft dieser musikalischen K\u00f6pfe untereinander ist davon auszugehen, da\u00df auch die spezifischen kulturellen Wertvorstellungen in diesen K\u00f6pfen unterschiedlich gedeiht und dadurch unterschiedliche Perspektiven derselben Klang- und Formauffassung entstehen.<\/p>\n<p>Seit einiger Zeit habe ich es mir in meinen eigenen Konzerten als Pianist zum Ziel gesetzt, mein jeweiliges Konzertprogramm stets mit einer m\u00fcndlichen Einf\u00fchrung zu den einzelnen Werken zu gestalten. Ich habe bisher die Erfahrung gemacht, da\u00df sich dadurch das Geh\u00f6r und die Sensibilit\u00e4t der H\u00f6rerschaft um ein viel h\u00f6heres Ma\u00df steigerte und sich dadurch nicht zu selten u.a. spontane Gespr\u00e4chskreise bildeten, in welchem mir klar wurde, wie sehr der H\u00f6rer auf diese &#8222;Hilfestellung&#8220; angewiesen sein mu\u00df. Im Zusammenhang mit obigem Konzertprogramm w\u00e4re es ohnehin sicher ratsam, einige Worte \u00fcber die Entstehungsgeschichte und den musikologischen Kontext der &#8222;Bl\u00f6cke&#8220; untereinander zu verlieren. Obwohl ich mich gerne daf\u00fcr zur Verf\u00fcgung stellen m\u00f6chte, kann ich mir ebenso auch vorstellen, zusammen mit einer von Ihnen ausgew\u00e4hlten Pers\u00f6nlichkeit, ein derartiges Konzert durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(Nageeb Gardizi)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Mozart und die Zweite Wiener Schule \u2013 Konsonanz versus Dissonanz?&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>W.A. Mozart: 12 Variationen \u00fcber \u201eAh, vous dirai-je Maman\u201c, KV 265 (1778) (1756-1791)<\/p>\n<p><strong>A. Webern<\/strong>: Variationen f\u00fcr Klavier, op. 27 (1936) (1883-1945) &#8211; Sehr m\u00e4\u00dfig &#8211; Sehr schnell &#8211;<\/p>\n<p>Ruhig, flie\u00dfend<\/p>\n<p><strong>W.A. Mozart<\/strong>: Capriccio f\u00fcr Klavier, KV 395 (1778)<\/p>\n<p><strong>A. Sch\u00f6nberg<\/strong>: 6 kleine Klavierst\u00fccke, op. 19 (1911) (1874-1951) &#8211; Leicht, zart &#8211; Langsam &#8211; Sehr<\/p>\n<p>langsame Viertel &#8211; Rasch, aber leicht &#8211; Etwas rasch &#8211; Sehr langsam<\/p>\n<p><strong>W.A. Mozart<\/strong>: Menuett D-Dur, KV 355 (1790)<\/p>\n<p><strong>A. Webern<\/strong>: Klavierst\u00fcck \u201eim tempo eines Menuetts\u201c, op. posth. (1925)<\/p>\n<p><strong>W.A. Mozart<\/strong>: Suite f\u00fcr Klavier C-Dur (Fragment), KV 399 (1782)<\/p>\n<p><strong>A. Sch\u00f6nberg<\/strong>: Suite f\u00fcr Klavier, op. 25 (1921-23) &#8211; Praeludium &#8211; Gavotte &#8211; Musette &#8211; Intermezzo &#8211;<\/p>\n<p>Menuett; Trio \u2013 Gigue<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nageeb Gardizi, Klavier und Moderation<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Mozart und die Zweite Wiener Schule&#8220; Die urspr\u00fcngliche Idee zu diesem Programm kam mir aufgrund des 2006 beginnenden &#8222;Mozart- Jahres&#8220;, in welchem sich des Meisters 250ster Geburtstag j\u00e4hrt. 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